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Michael Lange Wald

Drei Jahre lang hat der Fotograf Michael Lange Laub- und Nadelwälder in Deutschland erkundet. In seinen Fotos gibt es wenig Sonnenlicht, sein Wald ist sehr still, einsam, friedlich. Ein Rückzugsort, der den Betrachter zur Ruhe kommen lässt.

Stand: 13.09.2012

Michael Lange | Bild: BR

Er habe seine Fotos vorwiegend in der Dämmerung oder im Zwielicht aufgenommen, sagt Michael Lange, denn da habe der Wald im Gegensatz zum Tag eine andere Stimmung. Oder er fotografiert im Regen, was den Bildern einen weichen Ton gibt. Und die reduzierte Farbigkeit seiner Waldfotografien strahlt wirklich eine eigentümliche Stille aus. Der Fotograf will damit unserer schnellen Welt und der Gewalt der zahllosen Bilder, denen wir als Betrachter heute fast überall und ständig ausgesetzt sind, etwas entgegensetzen.

Michael Lange

Michael Lange erforscht den Wald tagsüber, um die passenden Standpunkte für seine Fotos zu finden. Er markiert die Orte und kehrt dann in der Dämmerung zu ihnen zurück. Die digitalen Bilder bearbeitet er am Rechner, bis sie seiner Vorstellung entsprechen, sie sind damit weniger eine objektive Dokumentation, als vielmehr ein subjektives wie malerisches Stimmungsbild.

Das Buch

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Michael Lange
Wald
Texte von Wolfgang Denkel, Christoph Schaden, Gestaltung von Michael Lange
Hatje Cantz Verlag
45,00 Euro


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