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Christoph Meckel Russische Zone

Christoph Meckel erzählt uns Szenen aus der Nachkriegszeit, als nur das gültig schien, was man sehen und erleben konnte. Zehn Jahre war er alt, als er eine Zeit bei seinen Großeltern in Thüringen verbrachte. Der Krieg ist gerade vorbei, die Welt liegt in Trümmern, fremde Soldaten führen ein undurchschaubares Regiment.

Von: Rudolf von Bitter

Stand: 26.01.2012

Die Kinder erleben die Welt der Trümmerhaufen, der schwelenden Brände, das Chaos anders als die Erwachsenen, die an eine Ordnung gewöhnt, an eine zivilisatorische Geregeltheit, auch wenn es das Regime der Barbaren war, das soeben zusammengebrochen ist. Aber ein Kind frage nicht nach dem Sinn von Geschichte, es sei erst im genauen Erinnern, dass man darin Sinn entdecken könne.

Christoph Meckel

Die Bilder, die Christoph Meckel evoziert, kennen wir nur aus zweiter Hand: Roberto Rosselinis "Deutschland im Jahre Null" oder Wolfgang Staudtes "Die Mörder sind unter uns". In Meckels Buch werden uns diese Bilder, diese Ansichten, die Atmosphäre sichtbar gemacht, wir erleben eine fremde Welt durch das Sensorium eines Knaben, der alles um ihn herum mit unvoreingenommenem Interesse, mit Neugier, wahrnimmt.

Armin Kratzert im Gespräch mit Christoph Meckel

Frieden ist es noch nicht, und wer sich Hoffnungen macht, lernt auch, was Illusionen sind. In solch einem rechtsfreien Raum kann ein Junge tun und lassen was er will - er sieht zu, er belauert, er erlebt die Welt als Abenteuer und empfängt einen besonderen Impuls: die Literatur.

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Christoph Meckel
Russische Zone
Erinnerung an den Nachkrieg
Mit Graphiken des Autors
Libelle Verlag
16,90 Euro


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