BR Fernsehen - Lebenslinien


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Lebenslinien - Reinhold Zitzlsperger, Feuerwehrmann und Seelsorger Leben in Alarmbereitschaft

Reinhold hat es anfangs schwer bei der Münchner Feuerwehr. Als er erkennt, dass die Männer mit dem, was sie im Einsatz erleben, allein gelassen werden, regt er die Einrichtung einer psychologischen Betreuung an. In der eigenen Familie gerät Reinhold bei der Erziehung zweier Pflegekinder jedoch an seine Grenzen.

Stand: 01.02.2016

Feuerwehrmann Reinhold Zitzlsperger hat vor rund 15 Jahren mit zwei Kollegen die Einrichtung einer psychologischen Betreuung durchgesetzt. Davor haben Feuerwehrleute einfach verdrängt, womit sie immer wieder konfrontiert werden: Selbstmörder aus dem U-Bahn-Bett bergen, Kinderleichen, verzweifelte Verwandte, die eigenen Todesängste.

Filminfo

Originalitel: Leben in Alarmbereitschaft (D, 2016)
Regie: Franziska von Malsen
Redaktion: Christian Baudissin
Länge: 45 Minuten
VT-UT

Heute erklärt Reinhold Feuerwehrleuten, wie sie Belastungssymptome erkennen und in den Griff bekommen. Dadurch ist ihre Arbeit leichter, humaner geworden. Reinhold macht den Kollegen Mut, sich Schwächen einzugestehen und Grenzen zu ziehen.

Sich selbst Überforderung einzugestehen, daran scheitert Reinhold beinahe im Privatleben. Zehn kraftraubende Jahre versuchen er und seine Frau Ulrike, zwei Pflegekindern ein intaktes Familienleben zu bieten. Die Kinder reagieren häufig mit Aggression auf die Bemühungen des Ehepaars. Es dauert lange, ehe Reinhold und Ulrike einsehen können, dass es nicht mehr geht.

Als die beiden 17 und 15 Jahre alt sind, bitten Reinhold und Ulrike schweren Herzens das Jugendamt, die Jugendlichen anders unterzubringen. Jahrelang macht sich das Paar Vorwürfe: Hätten sie nicht doch noch mehr tun können? Und dann hören sie eines Tages wieder von den beiden Jugendlichen.


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