BR Fernsehen - Kontrovers


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Nachgehakt Windige Geschäfte bei Prokon

Schon vor zwei Jahren hat Kontrovers vor Prokon-Papieren gewarnt. Denn der Windkraftanbieter wirbt für sogenannte Genussrechte. Jetzt will er weitere zehn Milliarden bei Privatanlegern einsammeln.

Stand: 11.09.2013

Die Ankündigung des Windkraftunternehmens und Stromanbieters Prokon, bis 2018 zehn Milliarden Euro einzuwerben, veranlasst die Stiftung Warentest zu einer aktuellen Warnung. Auch die Verbraucherzentrale Bayern schließt sich an und empfiehlt: Hände weg von sogenannten Genussrechten. Denn das Risiko bei dieser Anlageform ist hoch. Es gibt keine staatliche Kontrolle und keine Einlagensicherung.

Die Verbraucherschützer werfen Prokon unter anderem vor, keine Kapitalflussrechnung vorzulegen. Sie vermuten daher, dass Auszahlungen durch neu angeworbene Anleger finanziert werden. Kontrovers hat schon vor zwei Jahren eine Verkaufsveranstaltung von Prokon besucht, bei der Anlegern sichere Investments versprochen wurden. Eine Warnung vor Risiken oder gar Totalverlust des investierten Geldes fand damals nicht statt.

In diesem Herbst gehen die Werbeveranstaltungen in vielen deutschen Städten weiter. Was sagt Prokon zu den neuen Vorwürfen? Nichts. Für Medienanfragen steht die Firma seit Ende Mai nicht mehr zur Verfügung, teilte sie lapidar mit.  


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Manfred Pauli, Freitag, 20.September, 09:56 Uhr

1. Geldanlage

Ich bin seit sieben Jahren Genußscheininhaber bei Prokon. In dieser Zeit habe ich bereits mehr als die Hälfte an Geld durch Zinsen erhalten als ich angelegt habe. Auch
bei Teilrückforderungen von Einlagen hatte ich nie Probleme. Mein Vertrauen in dieses Unternehmen ist daher fundiert, was ich aus eigener Erfahrung mit angeblich sicheren Geldanlagen von mancher Bank, nicht sagen kann.
Inzwischen bin ich auch Sromkunde bei Prokon geworden.