BR Fernsehen - Kontrovers


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Goldschatz Bernstorf Zu rein, um wahr zu sein?

Es war ein Sensationsfund: der Bernstorfer Goldschatz. 3.000 Jahre alt sollte er sein, doch jetzt kommen Zweifel auf. Es gibt eine neue Analyse, die Ähnlichkeit mit Industriegold nachweist. Und das ist nicht der einzige Hinweis auf eine Fälschung …

Stand: 29.10.2014

1998 fanden Hobbyarchäologen auf dem Bernstorfer Berg im Landkreis Freising Gold. Der Finder will sofort erkannt haben, dass es sich um Schmuck aus der Bronzezeit handelte. Und die Archäologische Staatssammlung kaufte den Schatz an. Er gilt vielen als Beleg dafür, dass es bereits vor 3.000 Jahren Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Ägypten gab. Doch auch Zweifel gab es von Anfang an, denn das Gold weist eine ungewöhnliche Reinheit auf, wie man sie aus dieser Zeit nicht kennt. 16 Jahre nach dem Fund ist immer noch unklar, ob das Gold nun wirklich aus der Bronzezeit stammt.

Prof. Ernst Pernicka, Chemiker an der Universität Heidelberg, hat den Goldschatz von Bernstorf untersucht.

Prof. Ernst Pernicka, Chemiker an der Universität Heidelberg, hat im Auftrag der Archäologischen Staatssammlung Untersuchungen durchgeführt. Er kommt zu dem Schluss: Das Gold ist so rein, dass es nur mithilfe von Elektrolyse hergestellt werden konnte. Und die ist bekanntermaßen erst seit dem 19. Jahrhundert möglich …


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