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jetzt red i in Weiden Wutwahl – Jetzt muss die Politik liefern!

Bei der Bundestagswahl haben viele ihrer Wut auf "die da oben" Luft gemacht. Das Ergebnis: Massive Verluste für die Altparteien, große Erfolge für die AfD. Was muss die Politik jetzt liefern, um Vertrauen zurückzugewinnen?

Stand: 18.10.2017

Knapp vier Wochen ist die Bundestagswahl her. Was allen klar ist: Die politische Landschaft in Deutschland hat sich gewandelt. Die großen Parteien mussten herbe Verluste einstecken und mit der AfD zieht erstmals eine Partei rechts von der Union ins Parlament ein. Am 24. Oktober tritt der neu gewählte Bundestag zum ersten Mal zusammen. Zeitgleich ringen CDU/CSU, die Grünen und die FDP um eine Viererkoalition. Laut jüngsten Umfragen begrüßt die Mehrheit der Wähler "Jamaika".

"Da platzt mir der Kragen!"

Die Nachwirkungen der Wahl treiben die Menschen immer noch um. Beim letzten "jetzt red i" im niederbayerischen Straubing war Unmut bei den Bürgern zu spüren. Viele sind unzufrieden mit den etablierten Parteien, werfen ihnen vor, bei den wichtigen Zukunftsthemen nichts vorangebracht zu haben. Außerdem fühlen sich die Menschen von den Politikern nicht ernst genommen. Eine emotionale, kontroverse Dikussion, scharfe Attacken auf die Politiker, die sich auf dem Podium den Bürgern gestellt haben - weit über die reguläre Sendezeit bis 21 Uhr hinaus. Das ist "jetzt red i".

Große Unzufriedenheit auch in der Oberpfalz

Was vielen in Weiden auf den Nägeln brennt: Die Sorge um den Job – die Stadt ist mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 6 Prozent Schlusslicht in der Oberpfalz. Und das schon seit vielen Jahren. Daraus resultiert Angst vor Altersarmut. Immer wieder werden auch Sorgen um die Sicherheit in der Region angesprochen: Die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität ist ein Problem.

"Ja, eine Jamaika-Koalition kann gelingen. Aber es wird sehr schwierig. Zustande kommen und erfolgreich arbeiten kann sie nur, wenn alle vier Parteien das Votum der Wähler ernst nehmen."

Albert Rupprecht, CSU-Bundestagsabgeordtneter für den Wahlkreis Weiden

"Statt Angst vor der Zukunft zu schüren, sollten wir die Probleme angehen und gemeinsam Lösungen suchen. Saubere und bezahlbare Mobilität, statt Abgase und Lärm. Bessere Arbeitsbedingungen in Pflege- und Erziehungsberufen. Eine Agrarwende mit fairen Preisen für die Bauern und guten Bedingungen für die Tiere statt Massentierhaltung und Dumping."

Dieter Janecek, MdB Bündnis 90/Die Grünen

"Die Politik muss jetzt endlich das tun, was die Menschen wollen, anstatt sie zu belehren, was sie zu denken haben."

Petr Bystron, AfD-Landesvorsitzender Bayern

Mitdiskutieren - Sie haben das Wort!

Was erwarten die Bürger von der Politik? Welche Themen muss die nächste Regierungskoalition unbedingt anpacken? Pflegenotstand, bezahlbarer Wohnraum, eine sinnvolle Energiepolitik? Wie können die Politiker Vertrauen zurückgewinnen?

Abstimmung

Wird "Jamaika" die dringendsten Probleme lösen?

Diese Abstimmung ist beendet.

Es besteht zumindest Hoffnung! Endlich eine kontroverse Debatte - nach den lähmenden GroKo-Jahren kann's nur bergauf gehen!

49,5 %

Nein, auch "Jamaika" wird's nicht hinkriegen. Die machen's auch nicht besser, als die alte Regierungsmannschaft.

50,5 %

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.

"jetzt red i" kommt nach Weiden. Und Sie können mitdiskutieren! Unser Thema: "Nach der Wutwahl - Jetzt muss die Politik liefern!" Politiker stellen sich den Fragen und Forderungen der Bürgerinnen und Bürger.

Unsere Moderatoren Tilmann Schöberl und Franziska Storz sind gespannt auf die Diskussion und freuen sich auf Ihre Meinungen - egal ob live in Weiden oder per E-Mail oder Facebook!


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Stefan, Mittwoch, 25.Oktober, 21:06 Uhr

22. zu Herrn Seggewiß Darstellung dass die Regierung sozialen Wohnungsbau in Weiden

Herr Seggewiß beklagt dass staatlich geförderter Wohnungsbau in Weiden nicht statt findet weil er dies ja gerne über die städtische Wohnungsbaugesellschaft machen möchte und das aber wegen EU-Gesetzen nicht geht.

Dazu würde ich empfehlen dass Herr Segewiß und die SPD dann halt diese Gesetze respektieren/händeln muss und die Stadt direkt selber bauen sollte.
Die Rahmenbedingungen für Förderungen sind ja wie er selber sagte grundsätzlich gegeben.

Schuld auf andere schieben und gleichzeitig untätig bleiben bringt man die Stadt nicht weiter.

Markus, Mittwoch, 25.Oktober, 20:58 Uhr

21. Wahlausgang und Vermietung an Menschen mit Migrationshintergrund

Hallo,

leider begreifen die großen Parteien die Info aus dem Wahlausgang nicht. Es werden sämtliche Dinge finanziell gefördert nur der deutsche Mittelstand und der durchschnittlich Bürger bekommt keine weitere Unterstützung . Der Wohlstand kommt nicht beim normalen Bürger an. Dieser muss schuften für seinen Lebensunterhalt und kommt gerade so über die Runden. Diese Leute benötigen auch Hilfe und Unterstützung.

Bei der Vermietung hab ich eigene Erfahrungen gemacht. Die afghanischen Mieter haben nicht mehr gezahlt , die Leute vom Jobcenter sind häufig unfähig . Zum Schluss wäre ich vom Jobcenter noch vor Gericht gezerrt worden da die Mieter den Jobcenter gegen den Vermieter ausgespielt hat. Könnte so noch ewig weiter schreiben , aber leider fehlt mir da die Zeit.
MfG Markus

Horst Mieder, Mittwoch, 25.Oktober, 20:54 Uhr

20.

Also ich frage mich was in unserem Land eigentlich los ist?
Die AFD ist eine zugelassen Partei wie jede andere auch. Und der Bürgermeister von Weiden hat nichts besseres zu tun wie zu beklagen das der BR einen Abgeordneten dieser Partei einlädt? Viele Menschen haben die AFD nun mal gewählt. Damit muß sich nun wohl auch der Herr Bürgermeister auseinander setzen. So ein Statement hat doch dort überhaupt nicht verloren. Man glaubt langsam wirklich man ist im falschen Film. Haben wir sonst keine Probleme.
Es schadet überhaupt nichts das jetzt durch die AFD mal frischer Wind in die deutsche Politik kommt.

Poisel Renate, Mittwoch, 25.Oktober, 20:51 Uhr

19. AFD Problem

Ich denke halt dass unbedingt die 2 großen Parteien gewählt werden müssen, somit hat die AFD keine Schance.
Gefolgt von Grünen und FDP .
ich fühle mich als Rollstuhlfahrerin sicher. Gut verbrecher gibt es überall siehe Großstädte.
Thema Flüchtlinge ist für Flüchtlinge und uns Deutsche beidseitsig schwierig.
.

Sebastian, Mittwoch, 25.Oktober, 20:49 Uhr

18. Demokratieverständnis?

Das Demokratieverständnis von Herrn Seggewiß ist sehr lustig. Eine Partei bzw. einen gewählten Politiker so stark nur aufgrund seiner Partei zu diffarmieren ist unglaublich. Es ist aber auch sehr Schade das ein Vertreter der SPD z.B Uli Grötsch fehlt.