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Vitamin D Gesund durch die dunkle Jahreszeit

Vitamin D ist in unserem Körper gut für Knochen und einige Stoffwechselprozesse. Vor allem im Winter tritt bei manchen Menschen ein Vitamin-D-Mangel auf. "Gesundheit!" klärt auf, wer sich auf einen Vitamin-D-Mangel testen lassen sollte und wie dieser behandelt werden kann.

Von: Florian Heinhold

Stand: 04.12.2017

Vitamin D ist ein Hormon, das in Niere und Leber gebildet wird, wenn UVB-Strahlen auf unsere Haut treffen. Es sorgt dafür, dass der Körper ausreichend mit Calcium versorgt wird und ist wichtig für gesunde Knochen, aber auch für Stoffwechselprozesse in vielen anderen Zellen. Ein Mangel tritt vor allem im Winter auf, der dunklen Jahreszeit.

Vitamin-D-Mangel: Zusammenhang mit vielen Krankheiten

Vitamin D: Im Winter gibt es zu wenig Sonne, um ausreichend Vitamin D bilden zu können.

Vitamin D wird eine Rolle bei verschiedenen Krankheitsbildern nachgesagt, von Depressionen über ein gestörtes Immunsystem bis hin zu Krebserkrankungen. Vor allem für Osteoporose-Patienten ist das Hormon wichtig. Experten warnen dennoch davor, die Angst vor Vitamin-D-Mangel zu übertreiben.

"Für die Knochengesundheit ist es eindeutig bewiesen, dass Vitamin D günstig ist. Für viele weitere Erkrankungen, für Tumorkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis sind es im wesentlichen Beobachtungen, dass es günstig sein könnte, aber es ist nicht eindeutig erwiesen."

Prof. Dr. med. Klaus Dieter Palitzsch, Klinikum Neuperlach

Vitamin D: Tests nur für Risikopatienten

Patient bei der Blutabnahme | Bild: picture-alliance/dpa

Vitamin D: Der Wert wird durch eine Blutentnahme bestimmt.

Vitamin-D-Tests übernehmen die Kassen in der Regel nur bei Risikopatienten, für alle anderen kostet die Bestimmung des Werts beim Arzt knapp 30 Euro. Tabletten, die bei einem Mangel helfen, den Vitamin-D-Spiegel zu regulieren, gibt es ohne Rezept in allen Apotheken. Diese sollte man aber nur in Absprache mit einem Arzt einnehmen, denn auch zu viel könnte ungesund sein.

"Es gibt eine Beobachtungsstudie aus Kopenhagen mit fast 250.000 Menschen, wo man sehen konnte, dass das Risiko für Herzinfarkte und für Schlaganfälle steigt, wenn Sie deutlich zu hohe Vitamin-D-Spiegel haben."

Prof. Dr. med. Klaus Dieter Palitzsch, Klinikum Neuperlach

Vitamin D: Vorsicht vor UV-Strahlen

Vitamin D: Die UV-Belastung in Solarien ist hoch.

Auch bei UV-Strahlen ist Vorsicht geboten. Denn zu viel Sonne und künstliche Quellen wie Solarien können weißen und schwarzen Hautkrebs begünstigen. Zu viel UV-Licht und Sonnenbrände sollten unbedingt vermieden werden.

"Von Hautärztlicher Seite würden wir nicht empfehlen, in den Wintermonaten nur wegen der erforderlichen Vitamin-D-Menge Solarien zu benutzen."

Professor Dr. med. Bernadette Eberlein, Klinikum rechts der Isar, TU München

Im Sommer genügen in der Regel 15 Minuten Sonne auf Gesicht und Unterarmen. Sonnenbrände sollte man unbedingt vermeiden.

Vitamin-D-Test: Drei Probanden – zweimal unter der Norm

Bei drei Probanden, die durch ihren Beruf kaum an die Sonne kommen, lässt "Gesundheit!" die Vitamin-D-Werte bestimmen. 30 bis 70 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut sind normal.
Das Ergebnis: Zwei der drei haben tatsächlich einen Vitamin-D-Mangel, einer davon sogar eine starke Unterversorgung.

"Gesundheit!" macht einen Vitamin-D-Test mit drei Probanden. Das Ergebnis zeigt, wie sinnvoll es sein kann, sich über den Vitamin-D-Spiegel zu informieren. Denn die gute Nachricht lautet: Wenn man einen Mangel erkennt, kann der in der Regel einfach und zügig durch eine Lebensumstellung und die richtige Dosis an Vitamin-D-Präparaten beseitigt werden.


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