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Gesundheits-Check: Forever Young Das Geschäft mit der ewigen Jugend

Jugendliches Aussehen: Symbol für Glück und Erfolg? Älterwerden ist – so die Anti-Aging-Industrie – kein Schicksal mehr. Aber jugendliches Äußeres kostet Geld. Und viele nehmen Schmerzen und gesundheitliche Risiken in Kauf.

Von: Andrea Oster/Bernd Thomas

Stand: 18.09.2017

Der Anti-Aging-Markt ist riesig. 2015 machten Parfümerien und Kaufhäuser laut Marktforschungsinstitut IRI mehr als 202 Millionen Euro Umsatz mit Anti-Aging-Artikeln. 43.287 Menschen legten sich für Schönheits-OPs unters Messer, so die Daten aus einer Mitgliederbefragung von zwei Fachgesellschaften für ästhetische- und plastische Chirurgie. Das Geschäft mit der "ewigen Jugend" ist ein riesiger, ein lukrativer Markt.

Die Moderatoren Caro Matzko und Fero Andersen sind im "Gesundheits-Check" den Versprechen, Tricks und Lockmitteln der Anti-Aging-Industrie auf der Spur und begleiten Patienten, die für ein junges Aussehen (fast) alles tun.

Antifaltencremes und Haarwuchsmittel: Wunderwaffe oder Abzocke?

Kosmetikprodukte werden oft mit vollmundigen Versprechen beworben: "Mildert Falten sichtbar und verlangsamt das Auftreten neuer Falten", "Unsere 6-Wochen-Haarausfallkur stoppt den Haarausfall und aktiviert den Haarwuchs". Was ist wirklich dran an diesen Versprechungen? Der "Gesundheits-Check" testet das Lieblingsprodukt der Frauen und das der Männer: Antifalten-Cremes und Haarwuchsmittel.

Bringen Produkte mit Antioxidantien, Q10 zum Beispiel, wirklich etwas? Lassen Wässerchen aus der Drogerie tatsächlich die Haare wieder sprießen? Die Dermatologen Prof. Philipp Babilas und Dr. Gerd Gauglitz begleiten den Kosmetik-Check.

Haarige Männersache: Was bringen Mittel gegen Glatzenbildung?

Fast jeder Mann will sie verhindern, die Glatze. Aber bringen Mittel etwas, die versprechen, den Haarwuchs zu fördern? Der "Gesundheits-Check" macht den Test. In einer Stichprobe probieren drei junge Tester mit nicht allzuvielen Haaren, ob frei verkäufliche Mittel tatsächlich etwas bewirken können.

Schönheits-OPs: Lidstraffung bei Männern beliebt

Die effektivste Methode, den jugendlichen Look zu bewahren, scheint für Viele eine Operation zu sein: Die Zahl der Eingriffe hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 10 % erhöht. Dabei lag der Anteil der Männer, die sich operieren ließen, bei 12 %. Bei ihnen sind die häufigsten Eingriffe eine Korrektur der vergrößerten Brust und die Oberlidstraffung.

Bei Frauen ist es die Brustvergrößerung mit Implantaten. Fero Andersen begleitet im "Gesundheits-Check" einen 47-jährigen Mann, der sich seine Augenlider straffen lässt. Was sind seine Beweggründe? Warum geht er das Risiko einer medizinisch unnötigen Operation ein?

Rundum verjüngt: Zahl der Botox-Behandlungen steigt

Bei Frauen sind Botox-Behandlungen weiter im Trend. 2015 ist die Zahl der Behandlungen im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gestiegen. Manche Praxen bieten sogar Behandlungen "to go" für die Mittagspause an. Caro Matzko begleitet eine Münchnerin, die den vielfältigen Angeboten der Anti-Aging-Industrie sehr positiv gegenüber steht. Sie lässt sich schon seit 20 Jahren Botox spritzen – trotz der damit verbundenen Risiken, häufigen Arztbesuche und hohen Kosten. Was sind ihre Beweggründe? Welche Strapazen nimmt sie für ein jüngeres Aussehen in Kauf?

Bio-Alter: Plötzlich zehn Jahre älter als im Pass?

Entspricht das Alter auf der Geburtsurkunde dem sogenannten Bio-Alter? Caro Matzko und Fero Andersen wollen es herausfinden: Bei einem groß angelegten Parcours im Olympiapark in München werden Probanden verschiedenen Alters "vermessen". Unter medizinischer Aufsicht von Dr. Ellen Freiberger vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen werden z. B. Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Reaktionsfähigkeit getestet. Positive und negative Überraschungen erbrachten diese Ergebnisse.


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