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Workout auf der Wiesn So bleibt man auf dem Oktoberfest fit

Na, schon auf dem Oktoberfest gewesen und ordentlich gefeiert? Wer bei dieser riesen Sause um seine gute Figur fürchtet, für den hat "Gesundheit!" die Lösung. Unser Fitness-Parcour für die Wiesn bringt den Körper wieder in Form.

Von: Susanne Wimmer

Stand: 25.09.2017

Hier das Wiesn-Zirkeltraining mit 5 Workouts, die euch top in Form bringen:

1. "Bauch, Beine, Po"-Warm-up

Schenkel und Po können in der Schiffschaukel trainiert werden.

Die Maschine für unser erstes Workout ist ein filigraner Alleskönner, die Schiffschaukel. Entwickelt um 1890, aber immer noch extrem powervoll. Das Prinzip: Ihr entscheidet selbst, wie viel euch guttut. Das gibt Kraft in den Schenkeln und macht einen knackigen Po. Wichtig: im höchsten Punkt Schwung mitnehmen und tief beugen. Je weiter runter, desto besser. Wer zwischendrin schwach wird, ruhig mal unterbrechen.

Unser Tipp: Nicht im alkoholisierten Zustand trainieren. Gut fürs Gleichgewicht: immer einen festen Punkt fixieren. Soll es über Kopf gehen, braucht ihr auch Taktgefühl – und etwas Mumm, versteht sich.

2. Der Mucki-Macher

Hau den Lukas - denn das gibt starke Oberarme.

Weiter geht’s mit einem richtigen Kraftprotz, dem "Hau den Lukas". An dieser Maschine trainiert ihr Schlagkraft und Geschicklichkeit. Das geht voll in die Arme, Alter! Dafür tut ihr nicht nur was für Schultergürtel, Trapezius und Oberarme, sondern wie beim Holzhacken, für den ganzen Körper! Dazu solltet ihr im Rumpf stabil bleiben, Spannung halten und – wenn es geht – treffen.

Unser Tipp: Den Hammer nicht zu weit nach hinten führen. Bloß nicht verkrampfen. Alternativ zum kleineren Übungsgerät für Rückenkranke und Anfänger greifen.

3. Sprint-Training für Rampensäue

Fürs Teufelsrad braucht man auch etwas Wagemut.

Auf zu einer Höllenmaschine – dem Teufelsrad. Ein hundstückisches Fitnessgerät mit langer Tradition. Blessuren nicht ausgeschlossen. Alles entscheidend ist, rechtzeitig aus den Startlöchern zu kommen. Beim Teufelsrad kräftigt ihr eure Rumpf- und Tiefenmuskulatur. Wichtig: gut aus der Mitte raus stabilisieren.

Unser Tipp: Wem das zu lasch ist, wählt ein Zusatz-Level mit Seil oder Ball.

4. Biathletische Disziplin

Starke Oberarme und eine gute Konzentration – darauf kommt es beim Schießen an.

Unsere nächste Challenge ist ein echter Breitensport. Gefragt sind Ausdauer und Präzision. Beim Intervall-Training sollte man auf gleichmäßigen Atem achten. So stärkt ihr das Herz und den Kreislauf. Ziemlich tricky wird es am Schießstand, denn hier muss man sofort eine ruhige Haltung einnehmen und sich konzentrieren. Dazu gilt es aufrecht zu stehen, das Ziel zu fixieren, die Luft anzuhalten und abzudrücken. Schießen ist wahres Oberarmtraining.

Tipp: Nach fünf Schuss bitte auflockern, um Rückenverspannungen zu vermeiden.

5. Gleichgewichtstraining

Toboggan: Rauf komm nur, wer fit genug ist.

So, Leute. Fast geschafft. Zum Schluss ein über 80-jähriger Klassiker, der Toboggan, unser Trainingsgerät für Gleichgewicht und Körperspannung. Die Challenge: In ausbalancierter Stehhaltung ein wackeliges Förderband acht lange Meter nach oben surfen. Damit stärkt ihr allgemein die Muskeln in Beinen und Rumpf – bis in den Beckenboden.

Unser Tipp: Einfach an etwas Cooles denken. Knie beugen, Arme strecken und Körperspannung halten. Aber: Niemals festhalten – sonst habt ihr ein für allemal verloren!

Berater beim Entwickeln des Workouts

Univ. Prof. Dr. med. Andreas B. Imhoff,
 Direktor und Chefarzt der Abteilung für Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar in München

Dr. Stephanie Krebs und Dr. Katrin Esefeld vom Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin an der TU München


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