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Klinikclowns Klinikclowns: Vom Lachen und vom Weinen

Lachen ist gesund. Das ist eine alte Weisheit. Lachen kann aber auch helfen, wenn man nicht gesund ist. Und gerade dann. „Klinikclowns“ ist ein Film über ein ungewöhnliches Projekt.

Von: Beatrice Sonhüter

Stand: 23.05.2017

Wenn Miriam Brenner und Luitpold Klassen sich schminken, ihre Kostüme und einen Arztkittel anziehen, verwandeln sie sich in die Clowns Lilo und Lupino. In mehreren Münchner Kliniken und Hospizeinrichtungen gehören sie zum festen Inventar.

Klinikclowns: Vorstellungen vor kleinem Publikum – jenseits aller Routine

Der Film begleitet die Clowns bei ihrer Arbeit auf verschiedenen Krankenstationen: Zuerst schauen sie bei der siebenjährigen Charlotte vorbei, die einen Hirntumor hat. Schon beim Anblick der Clowns hellt sich ihre Miene auf und ihre Späße bringen das Mädchen herzhaft zum Lachen.

Weiter geht es zur Kinderkardiologie, wo die dreijährige Medina auf ein Spenderherz wartet und sich von den Clowns aufheitern lässt. Mit zwei älteren Frauen, die eine Strahlentherapie bekommen, singen Lilo und Lupino das „Isarmärchen“ und auf der Palliativstation halten sie einem sterbenden Mann die Hand und zaubern ihm ein Lächeln ins Gesicht.

Die Herausforderung: Zuschauer, die ihre Umgebung vergessen

Die Klinikclowns haben kein festes Programm. Sie gehen situationsabhängig und ganz individuell auf ihr „Publikum“ ein. Das ist jedesmal wieder eine neue Herausforderung.

Das Projekt „Klinikclowns“ ist mittlerweile  ein eingetragener Verein, der bayernweit den Besuch professioneller Clowns am Krankenbett organisiert und finanziert. Ursprünglich kommt die Idee aus Amerika.

Trotz des ungewöhnlichen Themas ist "Klinikclowns – Vom Lachen und vom Weinen" keineswegs ein trauriger, sondern ein anrührender Film, der eine positive Stimmung transportiert.


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