BR Fernsehen - Frankenschau


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Geschichten vom Main Die letzte Fahrt der Määkuh

Stand: 19.01.2017

Hans-Holger Frenzel träumt einen Traum. Sein Traum ist fast 50 Meter lang knapp und einen Meter hoch und aus verrostetem Stahl. Bis 1936 war die Määkuh, ein Symbol für den Aufschwung der Region. Jedes Kettenschiff zog bis zu 50 Boote in Konvois von über 250 Metern stromauf in Richtung Bamberg - über eine Kette, die im Fluss verlegt war in einem Fluss der damals nur 70 Zentimeter tief war. Elf Määkühe waren im ständig für den Warentransport im Einsatz. Ihre Basis war der alte Hafen. Für Hans-Holger Fernziel ist es unvorstellbar, dass dieses Technikdenkmal nicht wiederauferstehen darf.

Museum mit Café

Seit sieben Jahren kämpft der ehemalige Museumsdirektor und als Museum mit Café soll die Määkuh vor dem Schloss wiederaufgestellt werden. Denkmalgeschützt ist sie, doch die Stadt will oder kann nicht bewilligen wegen der Hochwassergefahr am vorgesehen Platz. Doch verschrottet werden darf sie auch nicht. Mit einer kleinen Schar von Getreuen hat Frenzel, das "Museum ohne Heimat" schon fertig. Er bastelt und baut wunderschöne, detailgetreue Modelle, wälzt technische Pläne und hat einen Sponsor: Den Macher und Schrotthändler Alois Westarp. Kein Grund also aufzugeben.


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