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Energiespeicher der Zukunft Größenwahnsinnig oder genial?

In Deutschland sollen zahlreiche große Pumpspeicher entstehen. Doch die großen Betonbecken auf Bergkuppen sind umstritten. Vielerorts regt sich heftiger Protest. "Es geht auch anders", sagen kreative Köpfe.

Stand: 10.07.2014

Ein Film von Ralf Körber

Warum überhaupt Stromspeicher?

Nur die Erneuerbaren Energien auszubauen, reicht für das Gelingen der Energiewende bei Weitem nicht aus. Stromspeicher müssen in Zukunft das schwankende Angebot von Wind und Sonne ausgleichen.

Warum ausgerechnet Pumpspeicher?

Weil sie im Moment die einzige ausgereifte Technik ist, mit der man in großem Maßstab diese Stromschwankungen ausgleichen kann. Gibt es gerade viel Strom, wird Wasser vom unteren Becken ins obere gepumpt. Wenn man den Strom wieder braucht, lässt man das Wasser über eine Turbine wieder nach unten fließen. Das funktioniert aber nur dort, wo es große Höhenunterschiede gibt, also im Gebirge. Konkrete Vorhaben gibt es im Moment unter anderen am Fuß der Schwäbischen Alb, im Süd-Schwarzwald, am Mittelrhein, im Thüringer Wald, im bayerischen Riedl an der Donau und im Berchtesgadener Land, auf dem Poschberg.

Welche Alternativen für die Pumpspeichertechnik gibt es?

Wie realistisch sind die Ideen?

Kanäle und Bergwerke sind keine unrealistischen Ideen und könnten in näherer Zukunft einen Beitrag zur Stromspeicherung leisten. Lageenergie- und Ringwallspeicher sind auf den ersten Blick utopisch anmutende Großprojekte, die auch unter Wissenschaftlern nicht unumstritten sind. Aber trotzdem sind sie theoretisch möglich.


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