BR Fernsehen - Dokumentarfilm


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5 Jahre nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima Fukushima - Leben mit der Katastrophe

Zum fünften Jahrestag der Katastrophe von Fukushima zeigt der 30-minütige Dokumentarfilm den Alltag in der Sperrzone: Neben der routinierten Betriebsamkeit auf dem Kraftwerksgelände kehren Menschen in ihre Häuser zurück.

Stand: 26.01.2016

Arbeiterunterkünfte in Naraha. | Bild: BR/Patrick Hörl

In der Stadt Naraha in der Sperrzone um Fukushima ist das Leben alles andere als normal. Dennoch ziehen wieder Menschen zurück in ihre Heimatstadt, allen möglichen gesundheitlichen Gefahren zum Trotz.

Der mobile Kaffeeladen der Frau Takano.

Frau Takano fährt mit ihrem mobilen Kaffeeladen durch die Straßen, um den Rückkehrern mit ihren italienischen Kaffeespezialitäten eine Freude zu machen. Aber noch hat sie kaum Kunden.

Herr Nishiyama baut gerade ein neues Haus in Naraha, finanziert durch seine Entschädigungszahlung von TEPCO. Doch freie Handwerker sind schwer zu kriegen. Auf der Durchgangsstraße in Richtung Kernkraftwerk hingegen herrscht reger Verkehr.

Filminfo

Originalitel: Fukushima - Leben mit der Katastrophe (D, 2016)
Regie: Patrick Hörl
Länge: 30 Minuten
Audiodeskription, VT-UT, 16:9, stereo

Das nach wie vor strahlende Kernkraftwerk muss unter Kontrolle gebracht werden. Über 6.000 Menschen arbeiten alleine dort. Tausende von Arbeitern sind darüber hinaus mit der großflächigen Dekontaminierung der Sperrzone rund um die Atomruine und mit dem Wiederaufbau der Infrastruktur beschäftigt.

Autor Patrick Hörl besucht seit vier Jahren regelmäßig die Umgebung von Fukushima. Seine Chronik der Ereignisse und Schicksale "Fukushima – Nichts ist wie es war“ wurde im Frühjahr 2015 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Anlässlich des fünften Jahrestages des Seebebens, das Fukushimas Schicksal für immer verändert hat, kehrt der Filmemacher zusammen mit seinem japanischen Team in die einstige Sperrzone um das Kernkraftwerk zurück.

Er begegnet Menschen, die jetzt vor allem eines suchen: eine gewisse Normalität im Angesicht der Folgen der Katastrophe.


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