BR Fernsehen - Capriccio


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Sendung vom 28.01.2016 Irrsinn aus Bayern

Hans Söllner, Karl Valentin, Gerhard Polt: Eine neue CD feiert den Irrsinn, den Urgrund der bayerischen Seele // Marlon Brando im Porträt // "South Pole" an der Staatsoper // Der Film "Passion for Planet"

Stand: 26.01.2016

"Nix is besser ois gar nix"! Genau, Herbert Achternbusch. In Sachen Irrsinn kennen wir Bayern uns aus. Da verfügen wir über eine  Kompetenz, die weltweit einzigartig sein dürfte. Zum Beispiel Karl Valentin, Gerhard Polt, Hans Söllner und natürlich Herbert Achternbusch. Eine neue CD feiert jetzt den Irrsinn, diesen Urgrund der bayerischen Seele. Mit Gedichten, Kurzgeschichten und Essays.

Autorin: Angelika Kellhammer

CD-TIPP

Various Artists
"Stimmen Bayerns – Der Irrsinn"
Trikont

Marlon Brando

Viele Jahrzehnte hat Marlon Brando sich selbst auf Band aufgezeichnet, eine Art Audio-Tagebuch. Aus den unzähligen Tonschnipseln ist jetzt ein hochinteressantes Porträt entstanden, das für den Großmimen gar nicht so schmeichelhaft ist: "Listen to me, Marlon" – Brando flucht über Francis Ford Coppola, schimpft über seinen Beruf, rezitiert Shakespeare und macht vor laufender Kamera die Damen an. Ein echtes Dokument und herrlich eitle Nabelschau.

DVD-TIPP

"Listen to me, Marlon"
Regie: Stevan Riley
Universal Pictures Germany

Autor: Matthias Leybrand

South Pole

Der Kampf um den Südpol zwischen Roald Amundsen und Robert Scott – auch nach über 100 Jahren eine unfassbare Geschichte. Amundsen ist als erster am Pol, Scott und seine Gefährten erfrieren. Nur 18 Kilometer vom Basislager entfernt, nachdem sie sich viele hundert Kilometer durchs ewige Eis gekämpft haben. Jetzt gibt es diese Geschichte an der Staatsoper, mit Rolando Villazón und Thomas Hampson als Scott und Amundson. Für Kirill Petrenko ist es übrigens die erste Uraufführung einer abendfüllenden Oper überhaupt …

Autorin: Angelika Kellhammer

Passion for Planet

Ein Film über Tierfilmer und ihre sehr unterschiedlichen Ziele und Methoden. Der Haifilmer Rob Stewart dokumentiert,  dass Haie massenweise abgeschlachtet werden, nur um an ihre Rückenflossen zu kommen. Rob Stewart wurde vom Tierfilmer zum Aktivisten, der erfolgreich für das Überleben der Haie kämpft. Der Tierfilmer Mark Shelley dagegen will aufgeben. Er hat keine Lust mehr auf die geschönten, gefakten Tierbilder, die sich gut verkaufen. Andere sind nicht so skrupulös, rücken mit Hubschraubern an, machen den Tieren Angst und schlagen sie in die Flucht. Bilder von flüchtenden Tieren verkaufen sich eben besser als Bilder von Tieren, die friedlich rumstehen …

Autor: Michael Zametzer


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