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Rai Triest Mit Hightech zurück zur Natur

Althergebrachte Traditionen der Landwirtschaft treffen auf Innovationen. In Enemonzo in der Provinz Udine wurde vor einigen Jahren erstmals in Italien ein Roboter zum Melken der Kühe eingesetzt.

Von: Arianna Zani

Stand: 21.01.2018 | Archiv

Kuhstall | Bild: BR

Giuseppe Rugo

In der kleinen Gemeinde Enemonzo in der Provinz Udine treffen seit 14 Jahren traditionelle landwirtschaftliche Methoden auf ganz neue Technologien. Ein Roboter der neuesten Generation wird für das Melken der Kühe eingesetzt:

"Dieses System ist hier noch nie angewandt worden. Wir sind die Ersten in Italien und das Programm für landwirtschaftliche Entwicklung hat diese Innovation sehr begrüßt. Eine solche Maschine bringt dem Bauern mehr Zeit für andere Arbeiten und er muss nicht jeden Morgen und Abend zum Melken in den Stall gehen."

Giuseppe Rugo, Landwirt

Diese Maschine ist auf sanftes Melken eingestellt, wie wenn ein Kälbchen Milch saugt.

"Bei so einer Maschine geht die Kuh mehrere Male am Tag von selbst zum Melken. Das bedeutet eine bessere Milchqualität, als wenn die Kuh nur morgens und abends gemolken wird. Es ist, wie wenn das Kalb einmal in der Früh, dann zu Mittag und zur Jausenzeit Milch saugt, und so produziert die Kuh Milch mit mehr Proteinen und mehr Fett, als wenn sie zweimal täglich je 20 Liter hergeben muss."

Giuseppe Rugo, Landwirt

Die Tiere haben einen Transponder, eine Antenne zeigt alle Bewegungen an und über ein System automatischer Gatter werden die Kühe zur Melkmaschine geleitet.

"Alles wird über den Transponder am Hals der Kuh reguliert: er zeigt an, ob es schon Zeit zum Melken ist oder nicht. Die Kamera beobachtet die Zitzen und misst die Distanzen mit einem Lasergerät. Dann wird desinfiziert, und dann wird die Kameralinse gewaschen und getrocknet. Dann kommt das nächste Tier in die Box. Die Böden werden gewaschen und der ganze Vorgang wird wiederholt. Der Behälter setzt sich in Bewegung und sucht die Zitzen. Auch wenn die Kuh unruhig ist, erkennt die Maschine die Bewegungen jeder Kuh, denn bei jedem Melkvorgang werden die entsprechenden Daten gespeichert. Es ist eine stimulierende Massage notwendig, um die erste Milch aus dem Euter zu bekommen. Der erste Tropfen Milch aus jeder Zitze wird von der Melkmaschine elektronisch analysiert. Ist die Milch gut, wird sie weiter verarbeitet, ist sie verunreinigt oder ist es die Erstmilch nach der Geburt eines Kalbes, wird sie an das Kalb verfüttert oder entsorgt."

Giuseppe Rugo

Die Speicherung der Daten über den Gesundheitszustand der Tiere und die ständige Analyse des Produkts begünstigen die Verarbeitung der Rohmilch, eine Spezialität des Betriebes.

"Das geschieht 24 Stunden hindurch. Die Melkmaschine bleibt nur zweimal am Tag zur Reinigung aller Leitungen stehen, sie arbeitet also Tag und Nacht."

Giuseppe Rugo

Das ganze Konzept dient dem Wohlbefinden der Tiere und ist darüber hinaus auch energiesparend.

"Wir haben in unserem Betrieb auch in Photovoltaik investiert, die Paneele wurden auf dem Dach des Stalles montiert. Mit einem so modernen und innovativen Roboter wollten wir auch Energie der neuesten Generation benutzen."

Giuseppe Rugo

Saubere Energie im zukunftsweisenden Dienst an der Natur.


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