BR Fernsehen

stationen.Dokumentation Ein Haus der Hoffnung: das Caritas Baby Hospital in Bethlehem

Baby Hospital in Bethlehem | Bild: BR

Mittwoch, 15.04.2015
19:00 bis 19:45 Uhr

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BR Fernsehen
Deutschland 2015

Mehr als 36.000 Kinder werden jährlich im Caritas Baby Hospital in Bethlehem behandelt. Die Klinik ist das einzige Kinderkrankenhaus im palästinensischen Westjordanland. Oft werden Neugeborene eingeliefert, die an Atemwegserkrankungen, Infektionen oder Erbkrankheiten leiden. "Wir sind eine funktionierende Kinderklinik in einem faktisch nicht funktionierenden Staat", sagt Chefärztin Hiyam Marzouqa-Awad.

Neben medizinischen Notfällen prägen logistische Probleme die Arbeit im Caritas Baby Hospital. Für besondere Eingriffe und Operationen müssen die kleinen Patienten in ein Krankenhaus ins israelische Jerusalem verlegt werden. Dann benötigt die Klinik eine Transfererlaubnis für die Straßensperren und Grenzanlagen zwischen dem palästinensischen Autonomiegebiet und dem israelischen Staat.

Obwohl Jerusalem mit seinen Kliniken nur zehn Autominuten von Bethlehem entfernt liegt, können Stunden verstreichen, bis die Bewilligung erteilt und der Patiententransport erfolgen kann. Wertvolle Zeit, die über Leben und Tod eines kranken Kindes entscheiden kann.

Klaus Wölfle hat den Alltag im Caritas Baby Hospital beobachtet. Im direkten Einzugsgebiet des Krankenhauses, in Bethlehem und Hebron, leben mehr als 300.000 Kinder. Für sie ist die medizinische Grundversorgung nicht ausreichend gesichert.

Die Armut der Bevölkerung Bethlehems bewog 1952 Pater Ernst Schnydrig, ein Hospital für Kinder zu bauen, ein kleines Haus mit Betten für 14 Kinder. Heute steht in Bethlehem in unmittelbarer Nachbarschaft zur neun Meter hohen Sperrmauer, die Israel und Palästina trennt, ein modernes Kinderkrankenhaus mit 90 Betten. Über 30 Ärzte und Pfleger sorgen sich täglich um das Leben der Kleinsten – unabhängig von deren Religion, Nationalität und wirtschaftlicher Herkunft.

Autor: Klaus Wölfle
Regie: Klaus Wölfle
Redaktion: Michael Mandlik

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Religion erleben – der Name „stationen“ ist Programm. Ob Stationen einer persönlichen Entwicklung oder Stationen des Kirchenjahrs, die Feste anderer Religionen oder Stationen des Lebens: Die Sendung fragt, wie Menschen denken und glauben und ermöglicht den Zuschauern, Religion (mit) zu erleben und ihre eigene Orientierung in einer komplizierten Welt zu finden.

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