BR Fernsehen

Europa-Reportage Deutsche Auswanderer in Alanya - Lebensabend unter Palmen

Sonntag, 24.09.2017
16:15 bis 16:45 Uhr

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BR Fernsehen
2017

Leben, wo andere Urlaub machen. Diese Idee kommt wohl bei so manchem irgendwann einmal im Leben auf. Und der eine oder andere erfüllt sich diesen Traum dann im Ruhestand. Bislang war Alanya einer dieser Traumorte. Die Gastfreundschaft der Türken, die niedrigen Lebenshaltungskosten und ein halbes Jahr lang Sonne – überzeugende Argumente. Auch wenn durch die veränderten politischen Verhältnisse in der Türkei viele Hotelbetten leer bleiben, für die Dauerresidenten hat sich bislang an ihren Lebensumständen nichts geändert.

Seit etwa 1980 kommen die Deutschen als Touristen oder Auswanderer hierher, heute bleibt manche Liege leer. Die Türkei hat aufgrund der unruhigen politischen Situation – trotz Schnäppchenpreisen – als Urlaubsparadies an Charme eingebüßt.

Die Reportage begleitet Auswanderer mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen und Träumen, wobei der Zuschauer hautnah erleben kann, wie sich „Dauerurlaub“ anfühlt.

Wo viel Sonne, da auch viel Schatten? Nicht für die 55-jährige Ines und ihren Ehemann Mathias Goldstein, einen Mittsechziger. Als beide vor 17 Jahren nach Alanya kamen, kannten sie Land und Leute, sprachen fließend Türkisch und eröffneten einen Laden für Handwerksleistungen.

An eine Rückkehr nach Deutschland denken beide nicht. Anders Elfriede und Arnold Bauer, ostdeutsche Rentner. Sie haben sich mit ihrem kleinen Häuschen in Türkler in der Provinz Alanya einen Lebenstraum erfüllt: Leben unter Palmen. Doch mit Mitte 70 und nach 17 Jahren als Auswanderer in der Türkei und mit dem einen oder anderen Zipperlein wollen sie wieder nach Hause. Dabei würden sie die politischen Umstände gar nicht berühren, ihr Argument für die Rückkehr ist einfach das Alter.

Für Auswanderer wie Martina, die vor 16 Jahren ihre Urlaubsliebe, den Türken Necati, geheiratet hat, bleibt Deutschland zwar die Heimat, ihr Zuhause mit Mann und zwei Kindern ist aber die Türkei.

Autor: Birgit Muth
Redaktion: Brigitte Abold