BR Fernsehen

CLASSIX – FILMKLASSIKER IM BR Bis zum letzten Mann

Oberstleutnant Thursday (Henry Fonda, 2. von links) entsendet Captain York (John Wayne, 2. von rechts) zu den Indianern, um sie in eine Falle zu locken. | Bild: © SWR/SWR/Telepool, honorarfrei

Freitag, 23.06.2017
23:35 bis 01:05 Uhr

  • Untertitel
  • Schwarz-weiß

BR Fernsehen
USA 1949

Fort Apache, Arizona: Der Kavallerieoffizier und Bürgerkriegsheld Owen Thursday wird 1876 mit seiner Tochter Philadelphia in diese unwirtliche Gegend versetzt, was er als Erniedrigung empfindet. In Fort Apache angekommen, verhält er sich seinen Männern gegenüber herablassend und handelt sich damit deren Missmut ein: Dem jungen Offizier O'Rourke, der sich in seine Tochter verliebt, verbietet er den Umgang mit ihr.

Auch dem traditionellen Leben im Fort mit seinen Bällen und Empfängen, arbeitet er mit eiserner Militärdisziplin entgegen. Thursdays Arroganz kontrastiert mit der menschlichen und sympathischen Art des Hauptmanns York. Dieser hat nicht nur zu der Kavallerie ein gutes Verhältnis, sondern auch zu den Apachen, die in einem benachbarten Reservat leben.

Der Stamm zieht jedoch nach Mexiko weiter, um einem korrupten Repräsentanten der Staatsverwaltung zu entgehen, der den Indianern Alkohol und Waffen verkauft. Da sie vertraglich an das Reservat gebunden sind, schickt Thursday York auf die Spur der Indianer, um sie zurückzuholen. York gelingt es, Häuptling Cochise davon zu überzeugen, mit seinem Stamm zurückzukehren.

Doch Thursday sieht eine Gelegenheit, sich als Kriegsherr zu profilieren: Trotz Yorks Warnungen greift er die Indianer an.

Mit "Bis zum letzten Mann" inszenierte John Ford den ersten Film seiner sogenannten "Kavallerie-Trilogie", die er mit "Der Teufelshauptmann" und "Rio Grande" fortführte. Dem Meisterregisseur gelang mit "Bis zum letzten Mann" ein Klassiker des Western-Genres.

Vor der spektakulären Kulisse des Monument Valley mit seinen imposanten Felstürmen gefilmt, wechseln sich Gefechtsszenen und humoristische Passagen ab. Die Indianer in "Bis zum letzten Mann" erscheinen als Sympathieträger, als ehrenhaftes und friedliebendes Volk, was den Film sowohl in Fords Oeuvre wie im Western der 1940er-Jahre positiv abhebt.

"Bis zum letzten Mann" lässt sich auch als Paraphrase auf General George Custers letzte Schlacht am Little Big Horn im Jahr 1876 verstehen. Damit setzt sich Ford, ähnlich wie in seinem Spätwestern "Der Mann, der Liberty Valance erschoss", kritisch mit einem Mythos auseinander. Henry Fondas Rolle als arroganter Offizier inspirierte 20 Jahre später Sergio Leone für die Besetzung des Schauspielers als Schurken in "Spiel mir das Lied vom Tod".

Besetzung

Rolle: Darsteller:
Owen Thursday Henry Fonda
Captain Kirby York John Wayne
Philadelphia Thursday Shirley Temple
Sergeant Beaufort Pedro Armendariz
Lieutenant Michael O'Rourke John Agar
Sergeant Major O'Rourke Ward Bond
Cochise Miguel Inclan
Sergeant Mulcahy Victor McLaglen
Captain Sam Collingwood George O'Brien
Frau Collingwood Anna Lee
Frau O'Rourke Irene Rich
Silas Meacham Grant Withers
Fen Francis Ford

Regie: John Ford
Redaktion: Walter Greifenstein

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