BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 08.02.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2018

Die Themen der Sendung:

Heimatlose Schafkopfer: Für Wirtshäuser zu unwirtschaftlich
Schafkopfrunden waren lange Zeit der Stolz bayerischer Wirtshäuser: Über Stunden wird gespielt, getrunken und lautstark „geklopft“. Doch mittlerweile will kaum ein bayerisches Wirtshaus die Kartler noch haben. Denn sie blockieren den Tisch einen ganzen Abend lang, während die Wirte mehr Umsatz machen mit Gästen, die leise speisen. So setzen viele Wirtshäuser zwar auf bayerisches Flair, aber bitte gepflegt und nur, wenn der Gewinn stimmt.

Grundwasser-Streit: Märchenschloss im Wasserschutzgebiet
Im Allgäu tobt ein Streit ums Trinkwasser: Die Brunnen der Gemeinde Füssen liegen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Hohenschwangau. Die Menschen dort leben jetzt auf einmal im Wasserschutzgebiet und müssen sich an strenge Vorgaben halten. Es geht also um die Frage, was wiegt mehr: Wasserschutz oder wirtschaftliche Interessen und die Marke Neuschwanstein? Zum Schloss Neuschwanstein kommen jährlich zwei Millionen Besucher, 400.000 Busse und Pkws. Ausgleichzahlungen gibt es nur für Landwirte; Anwohner und Betriebe müssen klagen.

CSU und Sargpflicht: Muss Tradition für Kommerz herhalten?
Die Landtags-Opposition hat die Abschaffung der Sargpflicht allein in dieser Legislaturperiode schon drei Mal beantragt. Diese sei nicht mehr zeitgemäß. Schon allein, weil die Feuerbestattung auch in Deutschland immer mehr zum Trend wird. Wozu also noch einen Sarg? Die CSU dagegen hält an der Sargpflicht fest, sie sei „christliche Tradition“. Doch sogar die katholische Kirche sieht das anders. Auch das Gesundheitsamt sieht keine Notwendigkeit für eine Sargpflicht. Geht es der CSU am Ende um den Erhalt eines Geschäftszweigs, nämlich den Profit von Bestattungsunternehmen?

Drama am Morgen: Pendler finden keine Parkplätze mehr
Jeden Morgen der gleiche Kampf: Viele Pendler in Bayern müssen nervenaufreibend lange einen Parkplatz suchen, bevor sie gerade noch ihren Zug erwischen. Zwar ist politisch gewollt, dass möglichst viele Menschen pendeln, doch es gibt immer weniger Parkplätze. Die Deutsche Bahn sieht sich nicht in der Verantwortung für ihre Kunden, stellt zu wenige und kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Gerade in Ballungsgebieten sehen sich Kommunen machtlos, da sie Parkplatz-Grundstücke, wenn überhaupt, nur überteuert kaufen können. Die Folge: zugeparkte Wohngegenden, entnervte Pendler und Anwohner.

Diesel-Fahrverbot verhindert! Innovation gestoppt?
Der bayerische Verwaltungsgerichtshof verurteilt den Freistaat Bayern zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro, weil bisher keine Konzepte für Diesel-Fahrverbote ausgearbeitet wurden. Und was macht der Freistaat? Zahlt und ignoriert die Forderung der Justiz. Schließlich sind Fahrverbote unbeliebt, gerade im Wahljahr und natürlich bei der Automobilindustrie. Aber vielleicht wären Fahrverbote ein Anreiz für die Autoindustrie, endlich Innovationen voranzutreiben.

Heimatlose Schafkopfer: für Wirtshäuser zu unwirtschaftlich

Grundwasser-Streit: Märchenschloss im Wasserschutzgebiet

CSU und Sargpflicht: Muss Tradition für Kommerz herhalten?

Drama am Morgen: Pendler finden keine Parkplätze mehr.

Diesel-Fahrverbot verhindert! Innovation gestoppt?

Redaktion: Wolfgang Mezger

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