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Interaktive Webdoku-Reihe Do Not Track

Irgendwie wissen wir alle, dass wir im Internet alles von uns preisgeben. Aber wissen wir wirklich, was die Auswertung all dieser Daten für uns bedeutet? Die Webdokureihe Do Not Track klärt auf - online mit insgesamt sieben Webepisoden.

Stand: 15.06.2015

Tracking - das Online-Thema der Zukunft

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein guter Deal: Im Internet können wir kostenlose Inhalte nutzen und müssen lediglich ein paar persönliche Daten von uns preisgeben. Und wer hat schon etwas zu verbergen? Doch so harmlos wie es klingt ist es leider nicht. Unsere Daten werden von Konzernen ohne unser Wissen ausgewertet und verkauft.

Immer ausgefeiltere Algorithmen lassen ein zweites, digitales Ich entstehen, das wir nicht mehr kontrollieren können. Ein Ich, das in der Zukunft nicht nur darüber entscheiden wird, welche Werbung wir sehen, sondern auch Einfluss darauf haben könnte, welchen Job wir bekommen, wie viel wir für unsere Versicherung bezahlen oder ob wir einen Kredit bekommen.

Persönliche Daten gegen Information

"Do Not Track" will dem Nutzer die Kontrolle zurückgeben. Er soll verstehen können, welchen Handel er eingeht, wenn persönliche Daten gegen kostenlose Information getauscht werden, und was der Einzelne dagegen tun kann. Und deswegen setzt "Do Not Track" die Tools und Methoden ein, die auch die Tracker verwenden, um uns zu überwachen.

Das Ziel dabei: Der Nutzer soll nicht nur verstehen, sondern anhand seiner eigenen Daten erfahren können, was Tracking für ihn konkret bedeutet und was man schon mit einfachen Mitteln alles über ihn herausfinden kann. Mit einem großen Unterschied zu kommerziellen Unternehmen: "Do Not Track" gibt diese Erkenntnisse nicht weiter und wird am Ende des Projekts alle privaten Informationen löschen.

Wo

Was

Von Mobiltelefonen über soziale Netzwerke, von personalisierter Werbung bis hin zu Big Data – "Do Not Track" besteht aus sieben Folgen mit jeweils einem anderen Fokus. Darüber hinaus ist "Do Not Track" ein Themenschwerpunkt im BR. Online, im Fernsehen und im Radio wird diskutiert, wie unsere Daten für kommerzielle Zwecke genutzt werden, was damit passiert und wie unsere Sicht auf die Welt dadurch eingeschränkt wird.

Wer

Do Not Track ist so angelegt, dass es auch auf Mobiltelefonen jederzeit abrufbar ist.

"Do Not Track" ist ein internationales Projekt. Produziert wird es von der französischen Produktionsfirma Upian in Koproduktion mit dem BR, ARTE France und dem NFB. Regisseur ist der Tracking-Experte  Brett Gaylor. Er wird unterstützt von Internetpersönlichkeiten aus den einzelnen Ländern. Für Deutschland übernimmt diese Rolle der Blogger und TV-Moderator Richard Gutjahr.

Wann

Das Webprojekt Do Not Track ist noch drei Jahre online abrufbar. Die Kernzeit fand vom 14. April bis zum 15. Juni 2015 statt, in der alle zwei Wochen eine neue Folge von "Do Not Track" online gestellt wurde. Begleitet wurde das Projekt von einer Diskussion im Netz unterstützt durch aktuelle Artikel, Videos und Forschungsergebnisse.


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