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Herbstliches Wandern im Vorkarwendel Bilderbuch-Stimmungen und Stapfen im Schnee

Das Vorkarwendel kann nicht unbedingt mit großen Gipfeln punkten. Vielleicht ist es gerade deshalb im Übergang vom Herbst zum Winter perfekt für eine Rundtour. Von der Tölzer Hütte aus, die auch einen Winterraum hat, gibt es viele Möglichkeiten für Gipfel- und Höhenwanderungen.

Von: Elisabeth Tyroller

Stand: 24.10.2017

Wandern im Vorkarwendel | Bild: BR; Elisabeth Tyroller

Ob Delpsjoch oder Schafreuter oder eine Wanderung zu Fleischbank, Grasbergjoch oder Kompar.

Am verschneiten Delps See

Jede Tour von der Tölzer Hütte aus lohnt und der weitläufige Ausblick in die südlichen Gebirgsgruppen des Karwendels ist immer herrlich. Schon der Aufstieg führt durch Herbstlandschaft, wie aus einem Gemälde: Die Sonne scheint durch den Nebel, die Bäume haben die typische Herbstfärbung. Der Ahorn wird rötlich, die Buchen sind noch grün. Die färben sich erst dunkel, wenn es kälter wird.

Drei Stunden sind es bis zur Tölzer Hütte. Auch wenn die Tölzer Hütte ab Ende Oktober geschlossen hat, lohnt sich ein Besuch, wie Wirt Michael Bubeck findet. Die Hütte hat einen offenen Winterraum mit vier Schlafplätzen. Aber auch wenn der voll sein sollte, ist sie trotzdem ein guter Rastplatz mit toller Aussicht ins Karwendel und auf seinen höchsten Gipfel, die Birkkarspitze.

Abstieg nach Fall

Abstieg nach Fall

Uns treibt es heute auf keinen Gipfel. Wir laufen Richtung Delpsee und steigen dann zum Sylvensteinspeicher ab. Wer es gern ein bisschen weiter hat, wandert noch zur Delpshütte und dann zum Lerchkogel-Hochleger. Dort gibt es viele Gämsen und sogar die Hirschbrunft hört man, verrät uns ein Wanderer.

Dreieinhalb Stunden dauert der Abstieg, der etwas steil und glitschig ist. Nach guten zwei Stunden kommen wir wieder im Spätherbst an. Dann geht es noch eine gute Stunde auf dem Forstweg Richtung Fall.


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