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Wandern im fränkischen Paradiestal Unterwegs zu Gänsestube, Wüstenstein und Rhabarberkuchen

Das Paradies auf Erden liegt in Franken, genauer gesagt im Landkreis Bamberg. Dort hat das Paradiestal den Ruf, eines der schönsten Täler der Fränkischen Schweiz zu sein. Bizarre Felsformationen säumen den Wanderweg durch das grüne Trockental. Am besten startet man am Wanderparkplatz in Treunitz.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 19.05.2017

Typische Felsformation in der Fränkischen Schweiz | Bild: BR/Ulrike Nikola

Ein Kletterparadies ist die Fränkische Schweiz

Bereits nach wenigen Schritten steht man schon mitten in einer beeindruckenden Naturkulisse: Zwischen den Bäumen ragt der Torstein empor, an seiner Felswand hängen Kletterer, die hier im Schwierigkeitsgrad zwischen vier und sieben nach oben steigen und überhaupt von der großen Auswahl an frei kletterbaren Felsen angelockt werden. Felsformationen mit Namen wie Gänsestube oder Wüstenstein ziehen aber nicht nur Kletterer an, sondern auch Wanderer, denn hinter jeder Biegung des Paradiestals wartet eine neue Überraschung aus Stein. Die Felsen reihen sich aneinander wie  Perlen.  

Durch das schöne Trockental fließt kein Bach, trotzdem leuchten die Lichtungen zwischen den bewaldeten Hängen in sattem Grün. Auf rund sechs Kilometer Länge führt der Wanderweg mitten hindurch. Bei Vogelgezwitscher wandern die einen zum ersten Mal, die anderen kennen das Paradiestal aus ihrer Kindheit und stellen fest, dass sich seitdem nicht viel verändert hat – nach wie vor eine Idylle mit Wacholdersträuchern und Nadelbäumen und mit bunten Wiesen. Uralte Eichen, Tannen, Ahornbäume und Holunderbüsche säumen den Wiesenpfad. Paradiesisch eben!

Einer muss ja aufpassen: der Paradieswächter ...

Man kommt auch ohne große Klettermühe auf einen Gipfel, denn am Predigtstuhl im Paradiestal muss man nur zweimal nach oben greifen und steigen und steht dann schon am Gipfelkreuz. Gegenüber ragt ein besonders markanter Felsen auf - der Paradieswächter, der wie ein kleiner Leuchtturm dasteht. Die Wiese am Paradieswächter ist zudem wie geschaffen für ein Picknick. Da es auf der ungefähr dreistündigen Rundwanderung keine Einkehr gibt, sollte man Proviant mitnehmen. Fleischküchle und Rhabarberkuchen munden in der freien Natur gleich doppelt so gut.

Noch ein kleiner Tipp: Am besten läuft man nicht ganz bis ans Ende des Paradiestals, weil man sonst ein Stück an der Autobahn entlang gehen muss. Besser man biegt schon am Predigtstuhl rechts ab in den Wald bis zu einer Höhe und wandert dann auf einem geschotterten und mit einem blauen Kreis markierten  Weg gemütlich zurück zum Ausgangspunkt.

Fränkische Schweiz


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