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"Bier & Berge" Eine Bierwanderung nach Loffeld

In unserer Bier-Wandern-Serie zu „500 Jahre Reinheitsgebot“ verbinden wir schöne Wanderungen mit einer Einkehr, bei der man auch besondere Bierspezialitäten probieren kann. In Oberfranken, wo es die größte Brauereidichte der Welt gibt, fällt die Wahl besonders schwer, weil es dort sehr viele empfehlenswerte Brauereitouren gibt.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 06.10.2017

Bier-Wanderung nach Loffeld | Bild: BR; Ulrike Nikola

Im oberen Maintal im Landkreis Lichtenfels, das wegen seiner Schönheit auch gerne „Gottes Garten“ genannt wird, lockt eine lohnende Wanderung über den Veitsberg und den Morgenbühl nach Loffeld.

St. Veits-Kapelle

Die dort heimische Brauerei bekommt ihr Wasser aus einer eigenen Bergquelle  und stellt damit verschiedene Spezialitätenbiere in sechster Generation her. Doch vor der Einkehr führt die Wanderung erst mal bergauf, beispielsweise von Ebensfeld oder Prächting auf den Veitsberg.  Dort steht die barocke Walfahrtskirche St. Veit inmitten eines Reigens aus 200 Jahre alten Linden, der europaweit einzigartig ist.

Tolle Ausblicke ins Maintal und auf den Staffelberg

Blick ins Obermaintal

An manchen Tagen reicht die Sicht von hier oben bis zur Rhön und in den Thüringer Wald, aber vor allem hinunter in das schöne obere Maintal. Darüber thront das bekannte Kloster Banz und auf der anderen Seite steht imposant der Staffelberg, der Berg der Franken. Vom Veitsberg geht die Wanderung weiter über die als Naturdenkmal geschützte Küpser Linde, die nicht nur uralt, sondern auch von Sagen umwoben ist.  Von hier führt der Frankenweg zum Morgenbühl, einer kleinen Erhebung an den Hängen der Fränkischen Schweiz zum Maintal hin. Haselsträucher, Schlehen und Weißdorn wachsen auf dem nährstoffarmen Trockenrasen, wo sich auch Schlingnatter und Neuntöter wohl fühlen.

Zur verdienten Einkehr

Das dunkle Fränkische

Von der Anhöhe geht es hinunter in den Lautergrund nach Loffeld. Denn nach rund zweieinhalbstündiger Wanderung steht nun eine verdiente Einkehr an. Im Bräustüberl gibt es die Spezialitätenbiere der Staffelberg-Brauerei, wo das Bier bereits in der sechsten Generation gebraut wird. Und das Geheimnis des guten Brauens sind die Zutaten, verrät Karl-Heinz Wehrfritz: „Man braucht natürlich ein gutes Malz, einen guten Hopfen, eine gute Technik und gute Leute. Aber das Wasser ist mengenmäßig das Wichtigste und das bekommen wir von unserer eigenen Bergquelle in  Richtung Veitsberg.“

Fränkische deftige Kost

Er braut damit beispielsweise das Querkala, das er mit Rauchmalz herstellt oder ein Bier, das mit Champagner-Hefe vergoren wird: „Diese Hefe aus Frankreich scheidet bei der Gärung besondere Aromastoffe aus, die dem Bier einen spritzigen Sekt-Charakter verleihen – das ist mal was anderes“, erklärt Wehrfritz. Bei den Gästen ist vor allem das dunkle Bier beliebt, aber auch das stärkere Bockbier und der besonders berauschende, im Eichenfass gereifte Triple-Bock. Zum Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“ hat Karl-Heinz Wehrfritz heuer ein 5-Korn-Biobier aus fünf verschiedenen Malzen von Roggen, Emmer, Dinkel, Gerste und Hafer kreiert. Aber zu viel kann man davon nicht genießen, sonst schafft man den Rückweg nicht mehr. Oder man startet und beendet die Wandertour in Loffeld und plant dann am besten noch eine Übernachtung ein.

Weitere Bierwandertouren in Oberfranken unter: www.brauereitouren.info

Loffeld


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