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Bergparfüm aus dem Engadin Luce di Segantini – ein Naturduft voller Licht und Luft

Der Schafberg oberhalb von Pontresina ist eine Aussichtskanzel von Rang:bis Maloja reicht der Blick, nach St. Moritz und zu den markanten Gletscherbergen der Bernina-Gruppe. Der Alpenmaler Giovanni Segantini war hier auf der Suche nach dem Licht. Er wollte die Farben alpiner Landschaft so natürlich wie irgend möglich wiedergeben, zum Beispiel auf seinem Alpentriptychon „Werden-Sein-Vergehen“ für die Weltausstellung 1900 in Paris.

Von: Christoph Thoma

Stand: 17.12.2016

Luce di Segantini – ein Naturduft voller Licht und Luft  | Bild: BR; Christoph Thoma

In poetischen Briefen an seine geliebte Frau Bice Bugatti schwärmt er vom Duft der Arven im Engadin, der Veilchen, der Zistrosen. Die Parfümeurin Beate M.T. Nagel aus Oy-Mittelberg im Oberallgäu hat nun im Auftrag von Gioconda Leykauf-Segantini, der Enkelin des 1899 gestorbenen Alpenmalers, ein Naturparfüm voller Licht und Luft komponiert: „Luce di Segantini“.

Giovanni Segantini

Es war einmal, so beginnt – in diesem Fall – ein wahres Märchen. Es war einmal ein Bericht in „Panorama“, Mitglieder-Magazin des Deutschen Alpenvereins (4/14), der sich mit dem Alpenmaler Giovanni Segantini (1858-1899) beschäftigt hat, mit seiner Liebe zu den Bergen und seiner Suche nach dem Licht. So entstand die Idee für das Parfüm „Luce di Segantini“.

Duft aus den Bergen des Engadins

Gioconda Leykauf-Segantini, die Enkelin des Malers, wünschte sich - inspiriert durch die Worte ihres Großvaters Giovanni Segantini und dem strahlenden Licht seines Gemäldes „Ave Maria“ – ein Parfüm, das nach Veilchen, Heckenrosen und den hochalpinen Nadelwäldern des Engadins duftet und auch das strahlende Licht dieser alpinen Region einfängt.

Gioconda Leykauf-Segantini in ihrem Garten in Maloja

„Ich habe sie gepflückt einzig in Gedanken an Dich. Wenn jemals ein Frühling kommt, in dem ich Dir nicht solch Geschenk überreiche, wirst Du mich nicht mehr unter den Lebenden finden!“ Der so genannte Veilchenbrief, den Segantini an seine Frau Bice schrieb, ließ die Allgäuer Parfümeurin aufhorchen und weckte ihr Interesse an dem Maler, der so einfühlsam über Blumen zu schreiben vermochte und dessen Naturliebe so groß war, dass er keine Mühen gescheut und bei Wind und Wetter immer draußen gemalt hat, den Duft der Berge atmend.

Das Bild Ave Maria stand Pate für das Parfüm

Giovanni Segantini entwickelte den Divisionismus, um das Licht einzufangen: dicht nebeneinander gesetzte Pinselstriche in reinen, ungemischten Farben. Er brauchte Monate für seine Bilder, und er malte immer draußen in der Natur. Seine vormals düsteren Bilder begannen im Engadin zu strahlen, auch das innige Gemälde „Ave Maria“, wo eine Schafherde in schmalem Boot über den Maloja-See gefahren wird.

Beate M.T. Nagel (links) und Gioconda Leykauf-Segantini

Für die Enkelin Segantinis ist der destillierte Duft der Brianza und der Oberengadiner Gebirgslandschaft in ihrem magischen Licht eine „Hommage an den Großvater“. Beate M.T. Nagel hat aus reinen, kostbaren Naturessenzen einen „Duft der Berge“ entwickelt, der dem entspricht, was Giovanni Segantini beim Draußen-Malen quer durch die Jahreszeiten als verführerisch und betörend beschreibt.

Blick vom 'Schafberg ins Oberengadin

Wie ein Maler seine Palette, hat die Parfümeurin Fläschchen vor sich und mischt Tropfen um Tropfen: die Zistrose als Basis-Duftnote, die Iris als zentrale Botschaft, dazu harmonische Vanille - die unverfälschte Vielfalt der Naturdüfte. So ist das Parfüm „Luce di Segantini“ entstanden, das inklusive Flakon und Verpackung ein Gesamtkunstwerk ist, das Giovanni Segantini seiner Bice ganz bestimmt gerne geschenkt hätte.

Und natürlich könnte „Luce di Segantini“ auch ein besonderes Weihnachtsgeschenk für die Bergsteigerin sein. Der Naturduft wird in Beate M.T. Nagels Manufaktur im Allgäu hergestellt und in kostbare Colani-Flakons zu je € 299,- gefüllt. Bestellungen und Infos unter: www.segantini-parfum.com


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