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Wegesanierung im Langtang-Tal im Himalaya DAV unterstützt Wiederaufbau für den Trekkingtourismus

Dass sich der Deutsche Alpenverein jedes Jahr um die Wanderwege in den Bergen kümmert, das wissen viele Bergsteiger. Dass der DAV in den vergangenen zwei Jahren aber auch die Wegesanierung in einem Tal in Nepal unterstützt hat, das ist kaum bekannt. Mittlerweile sind die Arbeiten im Langtang-Tal im Norden von Kathmandu abgeschlossen.

Von: Katharina Heudorfer

Stand: 07.12.2017

Das Langtang-Tal 125 km nördlich von Kathmandu - ein beliebtes Trekkingziel  | Bild: BR/Heudorfer

Zwei Jahre lang haben die Arbeiten im Langtang gedauert – jetzt ist der einzige Zugang zum Tal endlich wieder begehbar. Entstanden – so Wegespezialist Gunnar Amor – ist u.a. eine neue Treppe. Die Stufen bestehen aus verschieden großen Steinen, die fachmännisch aufeinander geschichtet sind. Ngerup Lama vom lokalen Wiederaufbau-Komitee ist zufrieden: „So wie der Weg jetzt ist, ist er für die Träger, die Mulis und die Wanderer wirklich sehr gut zu gehen.“

Teilweise unbegehbar

Der Weg ist jetzt mit neuen Steintreppen versehen.

Rückblick: Im April 2015 ereignete sich in Nepal ein schreckliches Erdbeben. Betroffen war auch das Langtang-Tal. Eines der Dörfer wurde fast vollständig von einer Eis-Geröll-Lawine begraben. Mehr als 310 Menschen starben. Außerdem zerstörten Felssturze und Erdrutsche viele Teile des einzigen Weges im Tal.

Im Oktober 2015 war Gunnar Amor zum ersten Mal im Langtang-Tal, um sich den Weg anzuschauen. Er fand ein tolles Tal vor mit Wegabschnitten, die absolut unbegehbar waren. Teilweise mussten sie über steile Abbruchstellen von losem Schotter darüber klettern. Einmal wollte der lokale Führer gar nicht mehr weitergehen, weil es seiner Meinung nach zu gefährlich war. Doch Amor musste alle unpassierbar scheinenden Wegabschnitte besichtigen, um festzustellen, welche Maßnahmen einzuleiten waren.

Eine Zukunft für die Einheimischen

Höhepunkt für Wegespezialist Gunnar Amor: Die neue Brücke wird feierlich eingeweiht

Zum Langtang-Tal, das als beliebtes Trekkingziel gilt, hat der Alpenverein traditionell gute Beziehungen. Die Bauarbeiten sollten mit Spenden finanziert werden. Das Ziel: den Zugang zum Tal wiederherzustellen. Alle Arbeiten wurden von Menschen aus dem Hochgebirgstal ausgeführt. Die aufwändigste Baumaßnahme war eine neue Brücke über den reißenden Fluss. In einer feierlichen Zeremonie wurde sie von einem buddhistischen Mönch gesegnet.

Damit ist der Weg von Syabru Besi ganz unten bis Kyangjung Gompa auf fast 4.000 Metern Höhe wieder durchgehend begehbar. Vor dem Erdbeben war das Langtang-Tal bei Trekkern aus der ganzen Welt sehr beliebt. Jetzt wo der Weg wieder in Ordnung ist, können die Menschen hier auf eine Zukunft hoffen.

Langtang-Tal


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