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Mit dem Mountainbike um den Teisenberg Den nördlichsten Tausender der Bayerischen Alpen im Visier

Mit seinen 1333 Metern ist der Teisenberg auf den Meter genau so hoch wie der Dreisesselberg, und zwar nicht der Dreisessel im Lattengebirge, direkt nebenan bei Bad Reichenhall, der 1664 Meter hoch aufragt.

Von: Sebastian Nachbar

Stand: 18.05.2017

Mit dem Mountainbike rund um den Teisenberg | Bild: BR; Sebastian Nachbar

Gemeint ist der Dreisessel im Bayerischen Wald direkt im Dreiländereck Deutschland, Österreich, Tschechien. Das ist reiner Zufall, aber erwähnenswert, weil der Teisenberg eigentlich viel besser in den Bayerischen Wald passen würde als an den Alpenrand - abgesehen natürlich vom schönen Blick auf Salzburg. Auch gegen Abend, wenn man die Lichter der Stadt sieht, lohnt sich die Tour zur Stoißeralm oben auf dem Teisenberg.

Blick nach Westen Richtung Chiemsee

Von seiner Gestalt her ist der Teisenberg mehr Hügel als Berg: ohne richtigen Gipfel, dafür breit, weitläufig und urig - wie im Bayerischen Wald. Dort wäre so ein Berg eine richtige Prominenz.

Wald- und Wiesengelände am Teisenberg

Im Chiemgau oder Rupertiwinkel dagegen, wo ringsum felsige Gipfel stehen, wird der Teisenberg von manchen überhaupt nicht geschätzt. „Mein Mann sagt immer, das ist ein Dreckhaufen“, verrät Rosmarie aus Laufen: „ Für ihn ist das mehr so ein Radlberg“. Sie dagegen mag die Tour und wandert mit Freundinnen einmal pro Woche auf die Stoisseralm.

Großes Wirtshaus Stoißeralm auf dem Teisenberg

Von fünf Seiten her gibt es Wege auf den Teisenberg: Von der Nordseite her gelangt man von Teisendorf, von Anger oder von Neukirchen hinauf. Von Westen kann man vom kleinen Weiler Feilenreit starten. Von der Südseite geht es vom Siegsdorfer Ortsteil Hammer hinauf und von der Ostseite des Teisenbergs von Inzell-Adlgass. Bei diesem komplizierten Wegenetz sollte man als Neuling unbedingt eine Karte mitnehmen. Vor allem die Mountainbiker locken unendlich schöne Abfahrts-möglichkeiten. Wer aber einfach drauf losfährt, landet schnell irgendwo im Unterholz, wo es dann nirgends mehr weitergeht außer zurück. Das heißt für Mountainbiker nicht selten - das Bergradl tragen.

Die Stoißer-Alm


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