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Die Kösseine-Ringloipe im Fichtelgebirge Geheimtipp mit Zuckerguss-Optik

Für die Franken ist das Fichtelgebirge ideal zum Skifahren, Rodeln, Schneeschuhwandern – und vor allem zum Langlaufen. Viele tummeln sich am Ochsenkopf, wo die Obere und Untere Ringloipe unbestritten schön zu befahren sind, aber meist viel los ist. Fast noch ein Geheimtipp ist dagegen die nur wenige Kilometer entfernte Kösseine-Ringloipe, ist es hier doch so gut wie nie überlaufen und landschaftlich grandios.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 20.01.2017

Die Kösseine-Ringloipe im Fichtelgebirge | Bild: BR; Ulrike Nikola

Der Einstieg in die Loipe erfolgt in Tröstau, dann geht es gleich etwas bergauf, doch als erster die Spur in der frisch präparierten Loipe zu ziehen, ist ein echter Wintergenuss.

Winterwanderung auf die Kösseine

Die schneebeladenen Tannen sehen aus, als wären sie mit einem dicken Zuckerguss versüßt worden. Wie im Bilderbuch kommt der verschneite Wald daher, mitten hindurch führt die bestens angelegte und abwechslungsreiche Loipe rund um die 939 Meter hohe Kösseine. Sie gilt als aussichtsreichster Berg im Fichtelgebirge, an klaren Tagen reicht der Blick sogar bis zur Zugspitze. Aber schon der Ausblick auf die benachbarte Hohe Mätze ist wunderschön. Dahinter ragt der Schneeberg auf, mit 1051 Metern der höchste Gipfel in Franken. Auch wenn die Kösseine ein etwas kleineres Bergmassiv aus Granitstein ist, kann sie dafür mit zwei Gipfeln punkten.

Zustieg von Tröstau aus

Der Pulverschnee zieht auch Schneeschuhwanderer an. An die drei Stunden brauchen sie für den Aufstieg zum Kösseine-Haus. Langläufer können die sieben Kilometer Ringloipe auch mit dem zehn 10 Kilometer langen Tröstau-Zehner kombinieren oder auch mit der fünf Kilometer langen Kösseine Ost-Loipe. Wer mag, hat die Qual der Wahl! Die Kösseine-Ringloipe ist zwar etwas anstrengender, aber eben fast noch ein Geheimtipp - ein kleines Juwel dank der vielen Möglichkeiten und der Stille zwischen den im Wald verstreuten Granitfelsen im Schneekleid.

Gewölbe im Poststüberl

Die Einkehr darf natürlich fehlen und da bietet sich das über 250 Jahre alte Poststüberl in Tröstau an – mit noch originaler Holzvertäfelung in der urigen Wirtsstube, einem altem Gewölbe und angeschürtem Kachelofen. Einst war hier die Poststation, nach der Postkutsche kam das Postauto, und schon immer war hier eine Gastwirtschaft. Christiane Winter steht in dem Familienbetrieb in der Küche und bereitet alles frisch zu, egal ob eine Rote-Beete-Kreation, knackige Wintersalate, Schafskäse aus dem Ofen oder ein Steak. Die gute Stärkung braucht’s nach einem sportlichen Wintertag.

Tröstau


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