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Mitraten! Das Bergrätsel im Januar

Ski und Rodel gut, zumindest im Hochgebirge. Dort läuft die Skisaison auf Hochtouren, wäre ohne die Hilfe eines sehr speziellen „Tieres“ aber nicht zu schaffen. Alpine Zoologie im Januar-Bergrätsel mit einem Tier, das durchaus einen Doppelnamen hat ...

Von: Andrea Zinnecker

Stand: 06.01.2018

Illustration: Berge, Schriftzug - Bergrätsel | Bild: BR

Nördlich der Alpen heißt das Tier eher so, südlich der Alpen eher anders: einmal Schleichspur, einmal Kriechspur, einmal Fellide, einmal Lepidoptera im Fress-Stadium. Gefressen wird der Schnee, obwohl die eigentliche Nahrung zäh und dickflüssig ist. Michael Martys, der langjähriger Direktor des Innsbrucker Alpenzoos im Ruhestand, kennt diese nützliche Tierart gut. Sie ist stark schneegebunden, aber eher behäbig, langsam und beschwerlich. Schon von weitem ist das Tier durch ein lautes Grollen zu hören, und man sollte unbedingt auf Distanz bleiben und sich ihm nicht nähern, weil das unter Umständen auch tödlich enden kann, obwohl es sich um ein eher atypisches Raubtier handelt. Es ist kein Raubtier, das sich anpirscht und Beutetiere überfällt, dafür wäre es schon vom Körperbau her viel zu langsam. So ernährt sich dieses Tier primär von dem, was der Boden hergibt.

Das Tier ist meist am Abend unterwegs bzw. nachtaktiv, aber nur im Winter. Deshalb ist es auch ziemlich bunt und braucht auch keine Tarnfarbe, denn in der Nacht sind alle Katzen bekanntlich grau. In der Dunkelheit leuchten und strahlen die Punktaugen. Die Bauchbeine, die so genannten Nachschieber, haben viel zu tun. Manchmal bilden diese Tiere auch lange Prozessionen und kriechen wie die Prozessionsspinner, kompakt und knuffig zugleich. Einer der beiden Namen hat übrigens einen Bezug zu Schmetterlingen, obwohl das überhaupt keinen Sinn macht.

Zum Anhören:

Mitraten:

Wenn Sie nun wissen, was für ein „Tier“ wir suchen, dann schicken Sie Ihren Lösungsvorschlag bitte an den Bayerischen Rundfunk, Bergsteigerredaktion, 81011 München oder als Mail an rucksackradio@br.de  oder als Fax an: 089–5900–32077.

Fünf schöne und natürlich bergtaugliche Preise warten auf Sie, darunter auch ein Rucksackradio-Rucksack. Einsendeschluss ist am kommenden Wochenende, die Auflösung erfolgt dann in 14 Tagen. Viel Glück!


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