169

Auflösung! Das Bergrätsel im April

April, April, der macht, was er will - und genau das macht auch ein ganz spezielles Tier, dem wir auf der Spur waren. Andrea Zinnecker war im Innsbrucker Alpenzoo und hatte sich von Zoodirektor Dr. Michael Martys diese Tier-Art erklären lassen.

Von: Andrea Zinnecker

Stand: 15.04.2017

Illustration: Berge, Schriftzug - Bergrätsel | Bild: BR

Das Rätsel zum Hören

Das Rätsel zum Lesen:

Diese Art ist gar nicht so selten, aber es passiert, dass man sie gar nicht wahrnimmt. Sie taucht plötzlich auf und das zeigt, dass sie kein typisches Zootier ist. Manche nehmen sich so ein Exemplar mit nach Hause, als ein hübsches Heim- und Haustier, und kommen dann darauf, dass das nicht so ist – es ist kein Schmusetier.

Interessant ist, dass es ganz kleine und große Vertreter dieser Art gibt, also ausgewachsene Klein-Exemplare und ausgewachsene Groß-Exemplare, die nebeneinander vorkommen, vom Erscheinungsbild eigentlich unscheinbar, aber wenn es da ist, dann hat man seine liebe Not.

Wenn man es hat, dann ist es nicht pflegeleicht, im Gegenteil, man muss sich sehr mit ihm beschäftigen, und das ist auch der Grund, warum die meisten nach ein paar Tagen sagen, danke, das habe ich mir anders vorgestellt.

Es ist weltweit vertreten, das ist spannend, zugleich zeigen wir es auch hier im Alpenzoo. Es springt einen plötzlich an, kann sich in den Wadln verbeißen, keiner hat es wirklich gern, also das ist schon ein trauriges Schicksal in der Tierwelt.

Die Evolution hat ja immer eine Strategie entwickelt und das ist diesem Fall die Strategie präsent zu sein, nicht aufzufallen, aber wenn es da ist, dann will es auch umsorgt werden.

Es ist eigentlich ein Raubtier, denn es ernährt sich auch von Muskelfleisch und von Blut, also ein Tier, das jetzt nicht mit Salat versorgt werden kann.

Es ist kein Schmusetier, aber Streicheleinheiten verträgt es schon, da muss man vorsichtig sein und nicht überall hin greifen, sondern gezielt dort, wo es dem Tier gefällt, dann beruhigt es sich auch, und bei diesen Streicheleinheiten kann man gerne auch pflanzliche Extrakte verwenden, die es gerne mag.

Es ist ubiquitär, am ehesten könnte man die Verwandtschaft zu den Felliden andenken, die ja auch weh tun, wenn man sie nicht gut behandelt.

Die Reaktion auf Vernachlässigung spürt man - wenn es da ist, muss man sich darum kümmern, pflegen und betreuen, das ist vielen dann zu aufwändig und sie sagen, bitte lass mich in Ruhe, und nach ein paar Tagen kommt es dann wieder in den Alpenzoo.

Und hier die Auflösung!

Gesucht waren weder Zecke, Wanze, Blutegel noch Frettchen, Hamster, Iltis, Wiesel oder gar der Wolpertinger.
Bei dem gesuchten Tier handelt es sich um den „Muskelkater“.

Das nächste Bergrätsel gibt es am 6. Mai.


169