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Auflösung! Das Bergrätsel im August

In unserem August-Bergrätsel ging es um eine ganz spezielle Wissenschaft und um deren Begründer. Am besten Sie hörten ganz entspannt mit einem tiefen „Omm“ zu ...

Von: Andrea Zinnecker

Stand: 19.08.2017

Illustration: Berge, Schriftzug - Bergrätsel | Bild: BR

Ob er dort auch Czardas getanzt hat? Vermutlich nicht. Aber vielleicht hat er die Knochentrompete geblasen. Wie dem auch sei – in Japan wurde er als erster Europäer zu einem „Bodhisattva“ erklärt, zu einem buddhistischen Heiligen. Von einem anderen „Heiligen“, vom 11. Dalai Lama, wurde er, ebenfalls als erster Europäer, nach Lhasa gebeten. Doch er starb, bevor er die Einladung annehmen konnte, in Darjeeling, am Fuße des Himalaya.

Wie er überhaupt nach Asien gekommen ist? Über Göttingen, wo er mit Johann Friedrich Blumenbach Kontakt aufnahm, der wiederum behauptet hat, dass die Magyaren von den Uiguren abstammen. Deshalb zog er mit einer Karawane über Bagdad, Teheran, Buchara und Lahore bis nach Leh - verkleidet als Armenier.

Er wurde Schüler in einem Kloster in Zanskar am Hindukusch und Stipendiat der britischen Regierung in Ladakh - ein „fremder Schüler“, dem die Mönche Respekt zollten, weil er dem Buddhismus auf den Grund ging, die Sprache dieses Hochlands gelernt und das erste Wörterbuch und die erste Grammatik dieser Sprache publiziert hat. Sein Archiv wurde 2009 in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Es umfasst die Sprache, die geistige und materielle Kultur dieser abgelegenen Region. Bis heute gilt „der Mann, der zum Himmel ging“, als Begründer einer neuen wissenschaftlichen Disziplin.

Auflösung

Gesucht war der Begründer der Tibetologie: Sandor Körösi Csoma.

Das nächste Bergrätsel gibt es am 2. September.


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