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Auflösung! Das Bergrätsel im Oktober

Was wäre das Wandern und Bergsteigen ohne eine g‘scheite Einkehr! Deshalb machten wir in unserem Oktober-Bergrätsel einen Ausflug in die alpine Kulinarik ...

Von: Andrea Zinnecker

Stand: 20.10.2017

Illustration: Berge, Schriftzug - Bergrätsel | Bild: BR

Es gibt ihn mit oder ohne Deckel, klassisch oder karamellisiert, mit Apfelmus, Preiselbeeren oder Zwetschkenröster sowie mit oder ohne Rosinen – und genau daran scheiden sich oft die Berg-Geister. Nur bei der Zubereitung gibt es wenig Spielraum. Sein Name soll von Franz Joseph I. stammen, was aber ein echter Kaiserschmarrn ist, denn in Österreich heißt der Senn „Kaser“ und das Gericht zufolge „Kaserschmarrn“, der vielen Eier und Butter wegen, eben ein bäuerliches Gericht, ein Schmarrn „a la casa“. Aber es ist ja nicht der Kaiserschmarrn, den wir suchen.

Früher war er ein Einheitsbrei, heute ist er eine Delikatesse. Kein Schmarrn und auch kein Muas, sondern ein Gericht aus Pseudogetreide, aus dem sarazenischen Korn, auch Welschkorn oder Heidenkorn genannt - eine uralte Nutzpflanze, glutenfrei, verwandt mit Sauerampfer und Rhabarber, reich an Eisen, Zink und Selen und mit allen essentiellen Aminosäuren. Ideal für die Paläo-Diät. Schon die Skythen haben ihn gegessen. In Nürnberg wird er 1396 das erste Mal erwähnt. Wer ihn ungeschält verzehrt, wird empfindlich gegen Sonnenlicht. Meist aber wird er geschält verwendet – in Galettes, Poffertjes und Pancakes, in Staerzelen und japanischen Soba-Nudeln. In Bozen als Torte und am Berg in Südtirol als ... aber das müssen jetzt Sie erraten!

Auflösung:

Gesucht wurde nach einer Spezialität aus Südtirol.

Die richtige Lösung lautet "Schwarzplentener Riebl", ein Schmarrn der aus einer alten Kornpflanze zubereitet wird.

Das nächste Bergrätsel gibt es am 4. November.


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