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Von Gammelfleisch bis Listerien Lebensmittelskandale: Eine Chronologie

Immer wieder kommt es in der Lebensmittelbranche zu kleineren und größeren Skandalen - nicht nur wegen umettiketierter Ware oder vertuschter Tests. Eine Chronologie bayerischer Lebensmittelskandale der letzten zehn Jahre.

Von: Ulrich Möller-Arnsberg

Stand: 30.05.2016

  • Januar 2006
    Firmengebäude | Bild: picture-alliance/dpa

    Januar 2006

    Verfaultes Wildfleisch

    Wegen verfaulter Fleischproben ruft das bayerische Verbraucherschutzministerium Wild-Produkte der Firma Berger Wild aus Passau zurück. Tiefkühlware wurde als Frischfleisch verkauft. Der damalige Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf kündigt Konsequenzen an. Die behördlichen Kontrolleure sollen häufiger wechseln, um Kumpanei zu vermeiden. Doch bevor die Pläne umgesetzt werden, gerät der Minister unter Druck. Es kommt heraus: Die Praktiken bei Berger-Wild waren den Behörden schon länger bekannt.

  • August 2006
    Döner-Herstellung | Bild: Bayerischer Rundfunk

    August 2006

    Abgelaufener Döner

    Polizei und Staatsanwaltschaft stellen bei einem bundesweit tätigem Münchner Döner-Großlieferanten tonnenweise Gammelfleisch sicher, dessen Haltbarkeitsdatum zum Teil bereits vor vier Jahren abgelaufen war.

  • Februar 2012
    Archivbild: Die Großbäckerei von Müllerbrot in Neufahrn bei Freising | Bild: dpa-Bildfunk

    Februar 2012

    Hygiene-Mängel beim Brot

    Der Skandal um Müllerbrot kommt ins Rollen. Die Behörden stellen schwere Hygiene-Mängel fest. Die Großbäckerei muss ihre Produktion in Neufahrn nahe München stoppen. Die Details sind ekelerregend. In den Backzutaten werden Schaben und Käfer gefunden. Als Folge verschärft der Verband der Großbäcker seine Hygiene-Standards. Bäckereien können sich ihre Prüfstellen nicht mehr selbst aussuchen. Kontrollen der Betriebe erfolgen von nun an unangekündigt.

  • Februar 2014
    Bayern-Ei Skandal | Bild: Bayerischer Rundfunk

    Februar 2014

    Skandal um Bayern-Ei

    Eier der Firma "Bayern-Ei lösen" mutmaßlich einen Salmonellenausbruch in mehreren Ländern aus. Europaweit sind rund 500 Menschen betroffen, zwei Männer kommen zu Tode - ein Zusammenhang mit Bayern-Ei untersucht derzeit die Staatsanwaltschaft. Stefan Pohlmann, inzwischen zurückgetretener Geschäftsführer von Bayern-Ei, wird festgenommen und sitzt vorübergehend in U-Haft. Die Ermittler gehen davon aus, dass Pohlmann spätestens seit Frühjahr 2014 vom Salmonellenbefall in seiner Firma wusste. Eine Ende der Ermittlungen ist noch nicht abzusehen.

  • Mai 2016
    Eine Platte mit verschiedenen Sorten von Wurst und Salami  | Bild: pa/dpa/Alexandra Schuler

    Mai 2016

    Listerienverdacht

    Gegen die Geretsrieder Großmetzgerei Sieber wird ein Verkaufsverbot verhängt. Hunderte Tonnen von Fleisch- und Wurstwaren stehen unter dem Verdacht, mit Listerien verseucht zu sein. Verbunden ist damit eine Rückrufaktion.


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