BR-Klassik


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Preisträger im Konzert Festival der ARD-Preisträger

Seit 2001 veranstaltet der ARD-Musikwettbewerb Kammermusikfeste, zu denen Preisträger und andere herausragende Teilnehmer verschiedener Wettbewerbsjahrgänge eingeladen werden. Den jungen Musikern sollten dadurch unter anderem Begegnungen ermöglicht werden, aus denen sich weitere künstlerische und berufliche Entwicklungen ableiten lassen.

Von: Oswald Beaujean

Stand: 18.05.2017

Festival der ARD-Preisträger 2016 | Bild: BR

Die Landschaft der Musikwettbewerbe ist in den letzten Jahrzehnten - vorsichtig formuliert - unübersichtlich geworden. Die Zahl der Wettbewerbe ist explodiert, und immer wieder werden Stimmen laut, die ihren Sinn generell in Zweifel ziehen. Doch die Frage, ob es vielleicht zu viele Wettbewerbe gibt, ändert nichts daran, dass die renommierten und traditionsreichen unter ihnen für viele junge Künstler das Sprungbrett zu einer internationalen Karriere bleiben, und dass sie deshalb eine große Verantwortung tragen.

Der Internationale Musikwettbewerb der ARD gehört zu den ältesten Wettbewerben überhaupt. Er setzt sich auch weiterhin zum Ziel, unter den vielen jungen Musikerinnen und Musikern, die sich jedes Jahr in München dem enormen Konkurrenzdruck stellen, echte Persönlichkeiten zu entdecken. Die technischen Anforderungen müssen selbstverständlich hoch sein, doch es geht nicht darum hochvirtuose Automaten zu finden, sondern junge Menschen, die mit ihrer Musik wirklich etwas zu sagen haben, die spüren, dass der Musikbetrieb bei aller Hektik und Konkurrenz auch vom künstlerischen Miteinander lebt. Wie sehr dieses Bewusstsein in den letzten Jahren gewachsen ist, zeigt die wachsende Zahl kleiner und großer Kammermusikfestivals in ganz Europa, bei denen Musiker nicht zuletzt als Freunde zusammen kommen.

Die Botschaft dieser Festivals lautet: Kammermusik verbindet. Und so sollen auch diese Kammerkonzerte die Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs dazu ermutigen, mit Anderen Musik zu machen, in neuen Ensemble-Formationen, mit Kolleginnen und Kollegen, die man zuvor vielleicht nur flüchtig, bei der Preisverleihung, in den Schlusskonzerten wahrgenommen hat, die man möglicherweise auch gar nicht kennt, weil es sich um Preisträger vorangegangener Jahre handelt.
 
In diesem Sinne wünschen wir den Musikern und natürlich auch dem Publikum schöne, anregende und spannende Erfahrungen.

Das Festival der ARD-Preisträger wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Siemens Arts Program sowie der Theodor-Rogler-Stiftung.


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